Reise nach Tanzania

Ich bin in Aufbruchstimmung! Nächste Woche werde ich für eine Weile nicht mehr aus Burundi berichten, sondern aus Tanzania, das ich zusammen mit Imani, Ruth und ihrer Cousine Martina für ca. drei Wochen bereisen werde. Vorausgesetzt natürlich, ich schaffe es, mir Zeit für das Führen meines Tagebuchs zu nehmen und mir begegnet auf einer Reisestrecke von rund 2000 km ein Internetanschluss.
Unsere Reisevorbereitungen dagegen halten sich in Grenzen. Wie auch? Im Internet gibt es, im Gegensatz zu Burundi, zwar eine Fülle an Informationen über Tanzania, wirkliche Reiserouten oder eine Infrastruktur sind auf den ersten Blick aber nicht zu erkennen. Und da wir keine touristische Safari machen, sondern zum ersten Mal in unserem Leben zu wahrhaftigen Rucksack-Reisenden werden, gibt es nur eins: Landkarte her und eine ungefähre Route festlegen, die uns von Bujumbura nach Kigoma, einer tanzanischen Stadt knapp hinter der Grenze, und von dort aus mit dem Zug in einen Ort namens Dodoma führen soll. Hier wollen wir einen Bus nach Dar Es Salaam nehmen, um das Leben in der Hauptstadt Tanzanias zu erkunden. Im Anschluss daran werden wir Zanzibar unter die Lupe nehmen und vielleicht schaffen wir es auch noch, die schneebedeckte Kuppe des Kilimanjaro zu genießen – aus der Ferne, was mich angeht.
Auf den Fremdenverkehrsseiten tanzanischer Reiseanbieter wird kräftig die Werbetrommel gerührt. So habe ich letzte Woche erfahren, dass Tanzania die Heimat der Serengeti ist, Zanzibar ein eigenes Parlament hat und man die ehemalige Hauptstadt Deutsch-Ostafrikas, Bagamoyo, auf keinen Fall verpassen sollte. Und ganz ehrlich: Ich freue mich auf ein Land, in dem das Wort „Tourismus“ zum Standardvokabular gehört. Obwohl man natürlich nie sicher sein kann, was passiert. Allein die Tatsache, dass in Tanzania rund 127 verschiedene Sprachen gesprochen werden, könnte bedeuten, dass in der Bevölkerung Kommunikationsprobleme zumindest unterschwellig existieren. Zum Glück steht in den nächsten drei Wochen keine Präsidentschaftswahl an (siehe Kenia).
Für mich wird die Kommunikation indes erleichtert, denn das britische Kolonialerbe hat auch in Tanzania linguistische Spuren hinterlassen. Noch bemerkenswerter ist jedoch, dass sich die offizielle Landessprache Suaheli gegen das Englische durchsetzen konnte. Damit ist Tanzania eines der wenigen Länder des afrikanischen Kontinents, dem es gelang, sich in gewisser Weise auf Wurzeln zu besinnen. Richtig so.

Nachtrag: Die Leitung von Muhira wird während dieser Zeit Mariam Irambona übernehmen, das dritte Gründungsmitglied unserer Organisation. Unterstützt wird sie von Thierry Ruhingubugi, der für die Fondation Stamm arbeitet und nun auch Muhira tatkräftig unterstützt.

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~ von lauraschmidtniederhoff - April 10, 2008.

3 Antworten to “Reise nach Tanzania”

  1. Hallo Laura, wann geht es los?? Das ist schön, dass ihr mitfahrt! Schön ist auch, dass wir eine kurze Beschreibung haben, wir wünschen euch erholsame Tage, eine lustige Zeit – das ist ja mal was ganz Anderes als bisher, touristisch durch Afrika zu reisen. Wir freuen uns, wenn ihr einen Internetanschluss findet und uns auf dem Laufenden haltet. Toll, dass ihr euch vorbereitet habt! Alles Liebe, Grüße an alle, Barbara, Leo

  2. Hallo Barbara, hallo Leo,
    wir fahren, wenn alles nach Plan läuft, diesen Mittwoch oder Donnerstag los. Das Problem ist, dass ich noch immer nicht mein Visum bekommen habe, obwohl es schon seit 2 Wochen beantragt ist. Mal sehen, ob ich also nicht bis nächste Woche warten muss – was mehr als ärgerlich wäre!! Dann haben wir noch gehört, dass der Zug ab Kigoma angeblich nicht fährt, weil gestreikt wird. Aber in diesem Fall nehmen wir dann einfach den Bus. Hoffentlich wird das diese Woche noch was. Bin schon ganz aufgeregt…
    LG, Laura

  3. Liebe Imani, liebe Laura, es geht also morgen lso! Endlich, ich freu mich für Euch, schade, dass es mit dme Bus und nicht mit der Bahn klappt, die Strecke mit der Bahn soll doch so schön sein und da kann man auch mal aufstehen! Naja Ihr seid ja noch jung, ich wünsche Euch viel Spass zusammen, genießt die freie Zeit in einer neuen Kultur, viele schöne Erlebnisse, auf bald, Grüße Leo , Barbara
    PS in Eurer Abwesenheit werde ich nochmal die Dokumentation hören/sehen, damit ich sie besser in E. verstehen kann, das war an manchen Stellen nicht immer leicht! Gute Arbeit, Laura

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